Das Leben als Kreislauf und Ganzes zu betrachten, ist ein entscheidender Anspruch in unserer Tätigkeit. Somit sehen wir auch in den Pflanzen das Ganze und wenden jedem Teil seine verdiente Aufmerksamkeit zu.

Neben den enthaltenen Cannabinoiden, CBD und THC, welche in der Hanfwurzel nur in geringen Mengen vorkommen, haben auch die enthaltenen Terpene eine besondere medizinische Relevanz. Das Terpen Friedelin hat die Funktion die Leber zu schützen und wirkt antioxidativ. Epifriedlinol besitzt eine Antitumor-Wirkung und den Ketonen wird nachgesagt, dass sie die Apoptose (Zelltod) von Krebszellen herbeiführen können. Außerdem geht man davon aus, dass sie antibakteriell wirken und einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben.

Ebenfalls von medizinischer Bedeutung sind die beiden Alkaloide Pyrrolidin und Piperidin. Diese sind zwar in hohen Konzentrationen giftig, in kleinen Dosen hingegen können sie therapeutisch eingesetzt werden. Pyrrolidin hat beispielsweise aufputschendene Effekte. Weitere Alkaloide können bei Problemen in der Menopause, Erkrankungen der Bronchien und Diabetes helfen.

Andere medizinische Inhaltsstoffe sind Atropin und Cholin. Cholin wird eine große Bedeutung bei der Erhaltung von Zellmembranen nachgesagt. Atropin erweitert die Pupillen, führt eine Entspannung der Augenmuskulatur herbei, öffnet die Bronchien und erhöht die Herzfrequenz.

Als Tee abgekocht oder ausgepresst kann die Wurzel als Blutstiller oder als harntreibendes Mittel verabreicht werden. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde die abgekochte Hanfwurzel bei Inkontinenz, gegen Entzündungen oder Geschlechtskrankheiten verschrieben. Außerdem wurden damit auch Fieber, sowie Magen- und Darmerkrankungen behandelt.